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Haus der Heimat, Wien

Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG)

Informieren Sie sich untenstehend bzw. hier über die aktuelle Terminübersicht der DAG, des VLÖ und seiner Mitglieder. Wir laden Sie ebenfalls gerne herzlich dazu ein, uns Ihre Veranstaltungshinweise mitzuteilen, wir übernehmen diese gerne in unserer Terminvorschau!            





Termine

Terminübersicht

           „Not und Brot“
Ein Roman über die Geschichte der Donauschwaben vom Ursprung bis zur Vertreibung und Sesshaftmachung in der neuen Heimat


Arbeits- und Vernichtungslager

Knapp 170.000 der in Jugoslawien verbliebenen Donauschwaben wurden in Lager getrieben. Die Arbeitsfähigen kamen in die Arbeitslager, die Arbeitsunfähigen transportierte man in die insgesamt 10 Vernichtungslager des Tito-Jugoslawiens, die sich auf dem Boden der Wojwodina, Slawoniens sowie Sloweniens befunden haben. In die Vernichtungslager kamen Mütter mit Kleinkindern bis zu zwei Jahren, Kinder bis 14 Jahre, Alte über 60 Jahre und Kranke.


Vernichtungslager Molidorf/Molin im Banat

Konzentrationslager für die arbeitsunfähigen Deutschen, vornehmlich aus dem Nord- und Mittelbanat
Ursprüngliche Bewohner von Molidorf: rund 1.200
Zahl der Lagerinternierten: ständig zwischen 5.000 und 7.000
Bestandsdauer: September 1945 bis April 1947 = 20 Monate
Todesfälle: rund 3.000
Todesursachen: Unterernährung, Wassersucht aus Eiweißmangel, Flecktyphus, Malaria


Vernichtungslager Rudolfsgnad/Knicanin im Banat

Konzentrationslager für die arbeitsunfähigen Deutschen, vornehmlich aus dem Mittel- und Südbanat
Ursprüngliche Einwohnerzahl von Rudolfsgnad: 3.200
Zahl der Internierten: durchschnittlich 17.200 (Max.: 20.500)
Bestandsdauer: 10. Oktober 1945 bis Mitte März 1948 = 29 Monate
Todesfälle: rund 11.000
Todesursachen: Typhus, Malaria, Unterernährung


Vernichtungslager Jarek/Backi Jarak in der Batschka

Konzentrationslager für die arbeitsunfähigen Deutschen der Südbatschka
Ursprüngliche Bewohnerschaft von Jarek: rund 2.000
Zahl der Lagerinternierten: bis zu 15.000
Bestandsdauer: 2. Dezember 1944 bis 17. April 1946 = 16,5 Monate
Todesfälle: mindestens 7.000
Todesursachen: Fleckfieber, Dystrophie, Ruhr, Erschöpfung


Vernichtungslager Gakowa/Gakovo in der Batschka

Konzentrationslager für die arbeitsunfähigen Deutschen, vornehmlich aus der Mittel- und Westbatschka
Ursprüngliche Einwohnerschaft von Gakowa: 2.700
Durchschnittliche Anzahl der Lagerinsassen: 17.000
Bestandsdauer: 12. März 1945 bis Anfang Jänner 1948 = 33 Monate
Todesfälle: mindestens 8.500
Todesursachen: Unterernährung, Typhus, Ruhr, Malaria


Vernichtungslager Kruschiwl/Kruševlje in der Batschka

Konzentrationslager für die arbeitsunfähigen Deutschen, vornehmlich aus der West- und Nordbatschka
Ursprüngliche Einwohnerschaft von Kruschiwl: 950, davon 900 Deutsche
Durchschnittliche Anzahl der Lagerinsassen: 7.000
Bestandsdauer: 12. März 1945 bis 10. Dezember 1947 = 33 Monate
Todesfälle: 3.000 – 3.500
Todesursachen: Unterernährung, Typhus, Ruhr


Vernichtungslager Svilara/Sremska Mitrovica in Syrmien

Errichtung in der vormaligen Seidenspinnerei Svilara zur Konzentration von arbeitsfähigen und arbeitsunfähigen Deutschen aus Syrmien
Durchschnitliche Zahl der Insassen: über 1.200
Bestandsdauer: Anfang August 1945 bis 5. Mai 1947 = 21 Monate
Todesfälle: rund 2.000
Todesursachen: Hunger, Kälte, Typhus, Ruhr


Vernichtungslager Kerndia/Krndija mit Zentrallager Oberjosefsdorf/Josipovac und Zwischenlager Groß-Pisanitz/Velika Pisanica in Slawonien


Vernichtungslager zur Internierung von restlichen Deutschen aus Slawonien und Kroatien

Ursprüngliche Ortsbewohnerschaft: 1.672 Personen
Zahl der Lagerinsassen: bis zu 3.000
Bestandsdauer: 15. August 1945 bis Mitte Mai 1946 = 9 Monate
Todesfälle: 500 – 1.500
Todesursachen: Hunger, Flecktyphus


Vernichtungslager Walpach/Valpovo mit Arbeitslager Podunavlje und Zentrallager Tenje in Slawonien

Errichtet zur Internierung der Deutschen aus Slawonien und Kroatien
Art der Unterbringung: Barackenlager mit Stacheldrahtumzäunung
Zahl der Lagerinsassen: bis zu 3.000
Bestandsdauer: Mai 1945 bis Mai 1946 = 12 Monate
Todesfälle: 1.000 – 2.000
Todesursachen: Dystrophie, Dysenterie, Flecktyphus


Insgesamt büßten 60.000 donauschwäbische Zivilpersonen Jugoslawiens ihr Leben ein, das ist ein Drittel der in ihrer Heimat verbliebenen Donauschwaben. Vorsichtige Schätzungen lassen überdies den Schluss zu, dass etwa 5.000 von ihnen in Jugoslawien (vornehmlich in der Gefangenschaft unmittelbar nach Kriegsende) ermordet wurden. Somit bewegt sich die – an der unteren Grenze angesetzte – Zahl der Umgekommenen des Völkermords, den die Tito-Partisanen bzw. das spätere Tito-Regime an den Donauschwaben verübten, bei rund 65.000 Personen.




Weiterführende Links:


Vernichtung und Völkermord

Arbeits- und Vernichtungslager

Was tun mit den Flüchtlingen?

Lösung: Repatriierung

UNRRA und IRO

Einbürgerung: Ja oder Nein?

Und man brauchte sie doch

Zentralberatungs-stelle der Volksdeutschen

Der Anfang nochmals im Überblick


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