BUCHBESPRECHUNG
Peter Fritz, Eva SchwieghoferISBN 978-3-900254-43-8
Vor wenigen Monaten startete die Kronen Zeitung die Serie "Nachkriegsschicksale" und erzielte damit einen medialen Erfolg, der in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war. Peter Fritz und Eva Schweighofer nahmen dieses Echo zum Anlass, um das Schicksal einer ganzen Generation, die vom Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen geprägt wurde, anhand von 20 Einzelschicksalen näher vorzustellen. Neben bekannten österreichischen Persönlichkeiten aus Politik und Kultur kommen auch einfache Bürger zu Wort. Das vorliegende Buch Lebenslänglich Die Erinnerung bleibt hält die persönlichen Kriegserlebnisse fest und zeigt, wie sich die Kriegsgeneration nach 1945 inmitten von Schutt und Asche ihre Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen versuchte.
Für die Heimatvertriebenen sind vor allem die Schilderungen über die Vertreibung aus der ehemaligen Tschechoslowakei und dem ehemaligen Jugoslawien interessant. Unter der Rubrik Verlorene Heimat wird eine vertriebene Donauschwäbin und eine vertriebene Sudetendeutsche vorgestellt. Ergänzend zu den persönlichen Lebensdaten wird den Lesern in einem kurzen Abriss die Geschichte der Donauschwaben und Sudetendeutschen vorgestellt.
Lebenslänglich Die Erinnerung bleibt ist auch ein historisches Buch, das die Lebensschicksale in den notwendigen historischen Zusammenhängen vorstellt. In den drei Abschnitten "Krieg Kriegsende und Besatzungszeit Nachkriegsleben und Wiederaufbau" sind erklärend zu den biografischen Angaben zahlreiche historische Daten und wissenschaftliche Ergänzungen in Kurzform enthalten.