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Pressedienst
Autonome Republik Vojvodina als Vorreiter bei AVNOJ - Frage
Am 11. 12. 2002 befand sich eine Abordnung der "Autonomen Provinz Vojvodina" zu einem Besuch in Linz, um auf bilateraler Ebene über die aktuelle politische Lage in der Vojvodina und über wirtschaftliche Zukunfsprojekte zu sprechen. Die Delegation wurde von Sandor Egeresi, Vizepräsidenten des Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina, Nikola Nikolic, Kabinettschef des Präsidenten des Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina, und Ratko Filipovi, Vizepräsident der Vojvodiner Handelskammer, angeführt.
Zur Thematik der AVNOJ-Bestimmungen wurden von insgesamt 19 Abgeordneten zwei Resolutionsentwürfe im Parlament der Autonomen Provinz Vojvodina eingebracht, die folgende Grundsätze beinhalten:
"Die Regierung der Autonomen Provinz Vojvodina wird verpflichtet, innerhalb einer Frist von 60 Tagen Maßnahmen zur Beseitigung von Bestimmungen zu erarbeiten, die sich kollektiv gegen Volksgruppen in der Vojvodina richteten. Die Regierung der Autonomen Provinz Vojvodina hat dafür zu sorgen, daß die Organe der Vojvodina, der Republik Serbien und des Bundes ihre Zustimmung zu diesem Beschluß geben."
Die Regierung der Republik Serbien und Montenegro arbeitet an einem neuen Denationalisierungsgesetz, das als Entwurf vorliegt und, ähnlich dem Kroatischen Entschädigungsgesetz (vgl.
www.vloe.at), auch den AVNOJ-Betroffenen das Recht auf Entschädigung oder Vermögensrückgabe einräumt.Das Parlament der Republik Serbien und Montenegro hat 2002 ein neues Minderheitenschutzgesetz verabschiedet, das die deutsche Minderheit als autochthone Volksgruppe anerkennt und ihr das Recht zugesteht, einen eignen "nationalen Rat" zu gründen. In der Autonomen Provinz Vojvodina gibt es ein "Haus der nationalen Minderheiten", das die Interessen der Minderheiten in der Vojvodina vertritt.
Der deutsche Minderheit in der Republik Serbien und Montenegro gehören 7000 bis 10 000 Personen an. Die Zahlen der letzten Volkszählung von 2002 sollen bis Jänner 2003 veröffentlicht werden.

Bildlegende:
"Der Präsident des Donauschwäbischen Weltdachverbandes (WVD), Rudolf Reimann (Mitte) bei einem Besuch bei Sandor Egeresi (Vordergrund rechts) in Subotica 2001"
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Mag. Wassertheurer
Peter
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