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Bundesvorsitzender: Dipl.-Ing. Rudolf Reimann
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Wien, 03.09.2007

Positive Signale und hohe Lernfähigkeit aus der Geschichte
"Ich bin bereit, ihnen auch im Namen der Regierung alle Garantien für ein sicheres und freies Leben auf dem Gebiet der Republika Srspka zu geben"

Diese Worte sprach Milorad Dodik, Regierungschef des bosnischen Teilstaates Republika Srpska (RS), bei einem Treffen mit dem katholischen Erzbischof von Sarajevo, Vinko Puljic. Dodik hat die kroatischen Flüchtlinge zur Rückkehr in die Serbenrepublik ermuntert und versprochen, auch die kroatische Kirche auf dem Staatsgebiet der Republika Srpska zu unterstützen.

Zwischen 1992 und 1995 mussten ungefähr 220.000 Kroaten ihre Heimat in der heutigen Republika Srpska verlassen. Viele wünschen sich eine Rückkehrt, wobei sie aber von den staatlichen Stellen eine Garantie für ihre Sicherheit verlangen. Nach dem Friedensabkommen von Dayton 1995 bilden Bosniaken und Kroaten eine Föderation, die 51% des bosnischen Staatsgebiets umfasst. Die Republika Srpska nimmt die andere Fläche des Landes ein. Derzeit wird in Bosnien-Herzegowina über eine Föderalisierung des Landes diskutiert. Der kroatische Bevölkerungsteil setzt sich für einen eigenen "dritten Landesteil" mit weitreichenden Autonomierechten ein, was aber von der Regierung abgelehnt wird.

DI Rudolf Reimann meint als DAG-Vorsitzender zu Dodiks Worten, dass "er den Mut dazu begrüßt" und gerade in diesem "Entgegenkommen eine Möglichkeit sieht", wie man "die tiefen Gräben zwischen den Volksgruppen im ehemaligen Jugoslawien überbrücken" kann. Auch "wir Donauschwaben", so Reimann in seiner Reaktion weiter, "haben nach der Vertreibung von 1944/45 auf eine solches Signal gewartet", mussten aber durch die AVNOJ-Enteignungs- und Entrechtungsdekrete zur Kenntnis nehmen, dass "man uns als Mitbürger nicht mehr haben wollte", was sich im Nachhinein, "für dieses Land keineswegs als Segen erwiesen hat."

 

wassertheurer.jpg (2248 Byte) Mag. Dr. Wassertheurer Peter

Pressesprecher
Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft
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