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Bundesvorsitzender: Dipl.-Ing. Rudolf Reimann
rudolf.reimann@chello.atHaus der Heimat
Steingasse 25
A-1030 Wien
Tel. ++43 1 718 59 05
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DAG zur Vertriebenenpolitik:
"Endlich wieder aktiv werden!"
Wien, am 12. November 2008
Die Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft in
Österreich (DAG) begrüßt die Initiative des Verbandes der volksdeutschen
Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), der neuen Bundesregierung ein Forderungspaket mit
auf den Weg zu geben. "Unsere Erwartungen an die neue Regierung sind gegenüber den
vorherigen nicht kleiner geworden. Wir wollen, dass wieder mehr Bewegung in die
österreichische Vertriebenenpolitik kommt. Gerade die aktuellen Beitrittsverhandlungen
Kroatien mit der EU oder die Annäherungen der EU an Serbien bieten Möglichkeiten, die im
Interesse der Donauschwaben unbedingt genutzt werden müssen", meint Rudolf Reimann
als Vorsitzender der DAG. Der VLÖ richtete folgendes Punkteprogramm an SPÖ
(Sozialdemokratische Partei Österreichs) und ÖVP (Österreichische Volkspartei):
- das Bekenntnis zur Pflege eines intensiven bilateralen
Dialogs mit den Republiken Tschechien, Slowakei und Slowenien zur noch ungelösten Frage
der Bene-Dekrete und Avnoj-Gesetze, wobei sicher gestellt werden muss, dass weder
die Bene-Dekrete noch die Avnoj-Gesetze zu einer Diskriminierung der
Heimatvertriebenen in Fragen der Vermögensrestitution führen,
- das Bekenntnis, dass das Straffreistellungsgesetz Nr. 115 vom
8. Mai 1946 der ehemaligen Tschechoslowakei, das alle Vertreibungsverbrechen gegen die
Sudetendeutschen nach wie vor straffrei stellt, jedem demokratischen und rechtsstaatlichen
Empfinden widerspricht. Neben einer klaren Verurteilung dieses Gesetzes im
Regierungsprogramm wird eine moralische Rehabilitation der Opfer durch eine Erklärung der
tschechischen Regierung verlangt,
- das Bekenntnis dazu, dass im bilateralen Dialog mit der
Republik Kroatien auf die Verabschiedung einer Novelle des Entschädigungsgesetzes - wie
sie bereits 1996 vom Kroatischen Verfassungsgerichtshof verlangt wurde - gedrängt wird,
wobei sicher zu stellen ist, dass alle Vereinbarungen, die zwischen Österreich und
Kroatien bereits in einem bilateral paraphierten Abkommen erzielt wurden, eine
Berücksichtigung finden,
- das Bekenntnis, dass die österreichische Bundesregierung die
altösterreichischen deutschen Minderheiten in den Ländern Ostmittel- und Südosteuropas
unterstützt und sich im Dialog mit der jeweiligen Regierung gegen jeder Form einer
ethnischen Diskriminierung ausspricht.

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Mag. Dr. Wassertheurer
Peter
Pressesprecher
Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft
Tel. ++43 1 710 91 50
Fax. ++43 1 718 50 06 |
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