wpe1.jpg (3838 Byte) TITEL01_GIF.gif (6222 Byte)TITEL02_GIF.gif (6794 Byte)
Bundesvorsitzender: Dipl.-Ing. Rudolf Reimann
rudolf.reimann@chello.at

Haus der Heimat
Steingasse 25
A-1030 Wien

Tel. ++43   1   718 59 05
Fax. ++43   1   718 59 06

Begrüßungsrede Rudolf Reimann zum ARDI Symposium

 

reimann2.jpg (17365 Byte)Europa hat sich geändert. Ich denke, dass es auch die Aufgabe der Heimatvertriebenen sein muss, neue Entwicklungen zu beachten. Heute stehen wir vor der Aufgabe, unseren Kontinent zu vereinen, was freilich eine große Herausforderung ist. Überall dringen noch die Schatten der Vergangenheit zu Tage. Gerade das persönliche Erleben schafft Grenzen und macht es schwer, über diese Grenzen zu gehen. Viele bleiben stehen, wenden sich ab oder bleiben hinter verschlossenen Türen in den eigenen vier Wänden sitzen. Ich denke, dass man das ebenso respektieren muss wie den Wunsch vieler anderer, diese Grenze überschreiten zu wollen. Diese Entscheidung hat jeder für sich allein zu treffen. Die Vergangenheit, und davon bin ich überzeugt, kann aber das europäische Einigungswerk der Gegenwart nicht wirklich gefährden. Das sollte aber niemanden daran hindern, sich zum einstigen Unrecht zu bekennen. Das muss man auch von den Serben verlangen dürfen! Erkenntnis setzt aber die Bereitschaft zum Dialog voraus. Dialog schafft eine Möglichkeit der Auseinandersetzung. In diesem Klima können Vorurteile und Feindbilder ebenso zur Sprache kommen wie ernst gemeinte Diskussionen über Strategien für ein künftiges Miteinander. Und genau das ist das Ziel dieser Veranstaltung. Der Titel des diesjährigen ARDI-Symposiums macht das deutlich: Es geht darum, im Bewusstsein der Vergangenheit Verständnis für Europa und Verantwortung für die Zukunft zu schaffen. Das moderne Europa steht auf Grundlage aufgeklärter Zivilgesellschaften. Ihr Handeln soll von europäischen Prinzipien wie Toleranz und Vernunft bestimmt sein. Am Ende muss es möglich sein, die Gräben der Vergangenheit ohne Verdrängung und im Bewusstsein der eigenen Verantwortung zuzuschütten. Und die Bereitschaft zur Verantwortung kann jede Art von Lösung schaffen. Man sollte sich hier nicht schon am Anfang dieses Prozesses festlegen, sondern Lösungen gemeinsam im ehrlichen Dialog erarbeiten.

Ich darf abschließend den Initiatoren, Herrn DI Helmut Frisch und seiner Schwester, nochmals für den unermüdlichen Einsatz danken und den hohen moralischen Wert dieser Veranstaltung unterstreichen. Dieses Symposium setzt viele positive Zeichen und soll auch allen anderen Landsmannschaften und Konfliktgemeinschaften ein positives Beispiel sein.

wassertheurer.jpg (2248 Byte)

Mag. Dr. Wassertheurer Peter

Pressesprecher
Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft
Tel. ++43   1   710 91 50
Fax. ++43   1   718 50 06

zurück