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Kunstrestitution nicht nur in
Österreich!
Stolperstein Bene-Dekrete endlich beseitigen
Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) im Haus der Heimat in Wien nimmt die Novelle des österreichischen Restitutionsgesetzes zum Anlass, um die Regierungen, aus deren Ländern die deutschen Volksgruppen nach Ende des Zweiten Weltkriegs mit Gewalt enteignet und vertrieben wurden, aufzufordern, das österreichische Restitutionsmodell genau zu studieren.
Wenn Bundesministerin Claudia Schmied in einer Presseaussendung meinte, dass Restitution eine historische Pflicht ist, der die Republik Österreich nachkommen muss, ist "das für Prag, Pressburg, Laibach, Agram und Belgrad ein deutliches Signal zum Handeln ", meint Rudolf Reimann als Bundesvorsitzender des VLÖ. "Es kann nicht sein, dass immer nur bei NS-Raubkunst nach Restitution gerufen wird," kritisiert Reimann.
Gerhard Zeihsel, Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), weist darauf hin, dass sich in den tschechischen Museen und Galerien bis heute eine Unmenge an Kunstgegenständen befinden, die den ehemals deutschen Besitzern 1945 auf Grund der Bene-Dekrete ohne jeden Anspruch auf eine angemessene Gegenleistung weggenommen worden sind. "Hier wird in Europa wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen", empört sich Zeihsel, der die Regierungen in Tschechien und der Slowakei auffordert, ein Kunstrückgabegesetz nach österreichischem Vorbild in Kraft zu setzen, das eine Restitution von Kunstgegenständen möglich macht. "Hier zeigt sich auch der wahre Charakter der Bene-Dekrete", erklärt Zeihsel abschließend: "Wenn Prag behauptet, dass eine Aufhebung aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich ist, so stimmt das nicht. Es geht darum, die Raubpolitik von 1945 mit den Bene-Dekreten abzusichern. Und nur deshalb mauert man in Prag und Pressburg gegen eine Aufhebung."
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Mag. Dr. Wassertheurer
Peter Pressesprecher Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft Tel. ++43 1 710 91 50 Fax. ++43 1 718 50 06 |