wpe1.jpg (3838 Byte)

TITEL01_GIF.gif (6222 Byte)TITEL02_GIF.gif (6794 Byte)
Haus der Heimat
Steingasse 25
A-1030 Wien

Tel. +43   1   718 59 05
Fax. +43   1   718 59 06

PRESSEAUSSENDUNG 2010007 vom 07.04.2010

Wien, am 07. April 2010

Serbisches Parlament entschuldigt sich für Massaker in Srebrenica
Reimann: "Entschuldigung an Donauschwaben leider noch ausständig"

Die Resolution des serbischen Parlaments zur Entschuldigung für die Ermordung von 8.000 Muslimen in Srebrenica von 1995 nimmt Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft (DAG) in Österreich, zum Anlass, um auf die donauschwäbischen Opfer der Jahre zwischen 1944 und 1947/48 im ehemaligen Jugoslawien hinzuweisen: "Damals fielen der kommunistischen Staatsmacht unter Tito über 60.000 Donauschwaben zum Opfer", erinnert Reimann.

Die Donauschwaben wurden im 18. Jahrhundert von den österreichischen Habsburgern im Banat und in der Batschka (heute Autonome Provinz Vojvodina in der Republik Serbien) angesiedelt. Nach der militärischen Zerschlagung und territorialen Aufteilung Jugoslawiens 1941 gerieten die Donauschwaben in den Verdacht der NS-Kollaboration, was ihr Schicksal ab dem Herbst 1944 auf so grausame Art und Weise besiegeln sollte. Nach der Besetzung ihrer Siedlungsgebiete durch die Rote Armee kam es durch Tito-Partisanen zu einer ersten ethnischen Säuberungswelle mit über 9.000 ermordeten Donauschwaben. Jener Teil der donauschwäbischen Bevölkerung, der nicht zuvor von deutschen Einheiten evakuiert werden konnte, kam in Internierungslager. Die Zahl ist bekannt: "Es waren mindestens 170.000", erklärt Reimann. Über 50.000 starben in den Lagern in Folge von Gewalt, Hunger oder Seuchen. "Was für die Bosnier heute Srebrenica ist, sind für uns Donauschwaben die Vernichtungslager in Rudolfsgnad/Knicanin, Kruschiwl/Kruševlje, Gakowa/Gakovo, Jarek/Backi Jarak, Molidorf/Molin und Mitrowitz/Srmska Mitrovica", meint Reimann, der vom serbischen Parlament eine Entschuldigung als ersten Schritt zur Anerkennung dieses Völkermords an den Donauschwaben fordert.

 

wassertheurer.jpg (2248 Byte)

Mag. Dr. Wassertheurer Peter

Pressesprecher
Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft
Tel. ++43   1   710 91 50
Fax. ++43   1   718 50 06

zurück