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Haus der Heimat, Wien

Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG)

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Termine

Terminübersicht

           „Not und Brot“
Ein Roman über die Geschichte der Donauschwaben vom Ursprung bis zur Vertreibung und Sesshaftmachung in der neuen Heimat


Österreichisches Lagerauflösungsprogramm von 1958

Fasst man die Repatriierungen, die schwarzen Grenzgänger nach Deutschland und die Auswanderungswelle in der ersten Hälfte der 1950er Jahre zusammen, waren rund 150.000 Personen volksdeutscher Abstammung außer Landes gebracht worden oder freiwillig abgewandert. Das entsprach in Summe aber maximal einem Drittel aller Volksdeutschen in Österreich. Nach einer Veröffentlichung der Bundesregierung vom 1. April 1954 hatten 165.35555 von ihnen noch keine Staatsbürgerschaft (das Optionsgesetz trat erst am 5. August 1954 in Kraft). Für viele stellte vor allem das triste Leben in den Lagern eine große psychische Belastung dar. Die Abteilung U12 zählte 1952 auf dem gesamten Bundesgebiet noch „150 privat und 89 vom Bunde geführte Flüchtlingslager.“ Über die prekäre Wohnsituation urteilte das Innenministerium kritisch: Die in diesen Lagern wohnhaften Volksdeutschen sind schon seit Jahren den ungünstigsten Wohnbedingungen ausgesetzt. Weitere Tausende von Volksdeutschen müssen in Privatquartieren, Notquartieren und ähnlichen Unterkünften ein sehr bescheidenes Dasein fristen. Die moralischen, gesundheitlichen und vor allem politischen Auswirkungen eines solchen Zustands brauchen nicht erst geschildert werden.56


Im Jahr 1958 gab es auf österreichischem Gebiet noch 51 Bundeslager, in denen gerundete 19.500 Personen lebten. Im selben Jahr erteilte die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Wohnungs- und Siedlungsbaues für Heimatvertriebene und Flüchtlinge der Innsbrucker Siedlungsgesellschaft Frieden den Auftrag, einen Sechsjahresplan zur Lagerauflösung zu entwickeln. Das Lagerauflösungsprogramm berücksichtigte 21.500 Personen: 6000 UNREF-Berechtigte, zu denen auch die Volksdeutschen ohne Staatsbürgerschaft gehörten, 11.000 eingebürgerte Flüchtlinge, 3500 deutsche Staatsbürger und 1000 Altösterreicher. Die Realisierung dieses Programms erfolgte unter Beteiligung der Gemeinnützigen Vorarlberger Genossenschaft Dornbirn, Frieden Innsbruck-Wien, Neusiedler Salzburg-Wien, Gartensiedlung Salzburg, IVH Wien, Heimat Villach, WAG-Linz, Heimat Steiermark Graz, LAWOG Linz, Heimat Österreich Linz, Genossenschaften für deutschsprachige Heimatvertriebene (Danubia) Linz, GWG Linz, Vorchdorfer Genossenschaft Stadl-Paura, Wohnungswerk Wels sowie Heimstättengenossenschaft Wels. Die Finanzierung der rund 400 Millionen Schilling erfolgte aus Mitteln der allgemeinen österreichischen Wohnbauförderung, der Barackenaktion des österreichischen Innenministeriums, der UNHCR und aus Eigenmitteln. Durch die Initiativen im Weltflüchtlingsjahr 1960 war es möglich, dass nunmehr alle in Österreich von Flucht und Vertreibung betroffenen Personengruppen internationale Hilfsprogramme zur Lösung der Wohnungsnot beanspruchen konnten.


55 Abschrift, Verb.Zl. 9403/VI.

56 Darstellung des Flüchtlingsproblems und des Problems der volksdeutschen Heimatvertriebenen in Österreich. Bundesministerium für Inneres. Zahl: 70.110-12U/52



Österreich wollte im Weltflüchtlingsjahr 1960 nicht mit einem ungelösten Barackenproblem auffallen. Bundespräsident Franz Jonas im Wiener Rathaus

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Weiterführende Links:


Die ersten Schritte auf dem Wege zur Gleichstellung

Staatsbürgerschaft und Staatsvertrag

Der deutsche Lastenausgleich und der Weg zum Kreuznacher Abkommen

Festigung und Neubeginn

Das neue Europa entsteht


Wohnbau- und Siedlungsprojekte

Endlich: Eingliederungs-programm 1955 für Volksdeutsche